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Zielerreichung

Mein Projekt – Der erste Monat ist rum (Teil 2)

Sortieren – nachbessern – fokussieren
und immer schön den Überblick behalten …

Am 28.9.2018 war Projekt Review mit meinem Supervisor. Ich habe ihm den Status meines internen Projektes vorgestellt. Es geht darum, einen neuen Kundenkreis zu erschließen.
Soviel sei vorab gesagt: Mein Projekt läuft! An manchen Stellen anders als geplant, aber insgesamt besser als gehofft! Vier Wochen habe ich an und in meinem Projekt gearbeitet und ich fasse hier nur die wesentlichen Eckdaten zusammen.

Zielerreichung

Quantitativ: OKR 1 – 10% / OKR 2 – 13% / OKR 3 – 10%. „Aha,“ sagt die Projektmanagerin in mir, „das ist ja nicht so doll. Es sind nur noch zwei Monate Zeit. Ist das überhaupt zu schaffen?“ Das ist vielleicht das erste, was ich lernen muss: OKRs sind qualitative Ziele, die durch die Key Results quantitativ beplant werden, aber man geht bei dieser Methode davon aus, dass die Ziele nicht zu 100% erreicht werden, sonst sind sie nicht herausfordernd genug gewählt worden. Also, quantitativ, bei einer angenommenen, linearen Verteilung, war es nicht genug im ersten Monat.

Qualitativ – und das ist jetzt mal ganz subjektiv zusammengefasst, hat es drei wichtige Ergebnisse gegeben – oder Erkenntnisse, je nachdem wie man es sieht:

1. Telefon Akquise, vor der ich richtig „Schiss“ hatte, hat sehr gut funktioniert. Ich habe in zwei Wochen an insgesamt vier Tagen telefoniert. Habe auch oft die Adressaten nicht erreicht, aber wenn ich mit jemandem gesprochen habe, war es immer toll. Es gab ein „Nein“, vier „Neins“ mit einer Weiterleitung und insgesamt mit 75% der Angerufenen, die eine weitergehende Information haben wollten und mit denen ich Rückruftermine vereinbart habe.

2. Wenn man sich auf den Weg macht … passiert etwas. Das war ein Phänomen: Mit einer bestimmten Intention habe ich gehandelt und es sind rechts und links andere Dinge passiert, die meinem Ziel in die Hände spielen, aber nicht auf dem eigentlich vorgesehenen Weg. Das eine war, dass ich ein weiteres Produkt aus meinem Portfolio mit anbiete, das ich so für dieses Projekt nicht auf dem Schirm hatte. Außerdem bin ich zu einem Auftrag gekommen, der es mir erlaubt …

3. … meine Akquise jetzt noch enger zu fassen und noch fokussierter auszurichten. Ich schränke die in Frage kommenden Unternehmen regional noch stärker ein und fokussiere mich auf Branchen, die sich wie ein „Heimspiel“ anfühlen. (IT und technische Unternehmen).

Projekt Design

Wenn Sie den ersten Artikel gelesen haben, dann erinnern Sie sich sicher an mein Projekt Board (siehe oben) . Ich habe gemerkt, dass ich zusätzliche Elemente benötige:

1. Sonstige Aufgaben – Ich habe neben dem Projekt auch noch andere laufende Aufgaben für meine Kunden oder eben für meine Firma, die ich in der Projektlaufzeit erledigen muss. Dazu habe ich neben meinem Projekt Board noch eine Übersicht eingefügt.

 

2. Meine Ressourcen und Unterstützer – Ich habe mit einem sehr geschätzten Kollegen zusammen eine Art4Reflection im Sprengel Museum gemacht. Das ist eine besondere Art der Reflektion mit Kunst, die ich sonst mit Interessenten und Kunden in einer größeren Gruppe mache. Das Ergebnis war für mich extrem motivierend für mein Projekt. Ich wollte es ständig vor Augen haben und habe mir ein Flipchart im Büro an die Wand gehängt, auf das ich die Notizen, die Eintrittskarte und noch eine Postkarte gehängt habe. In den ersten zwei Wochen habe ich einigen Leuten von meinem Projekt erzählt, die alle ganz spontan sagten: „Ich unterstütze Dich. Melde Dich, wenn Du etwas brauchst“ Und so ist mein Ressourcen Board entstanden. Menschen und Gedanken, die mich unterstützen, mein Projekt bestmöglich durchzuführen!

3. Herausforderungen– Eine meiner Unterstützerinnen ist eine Kollegin, die ebenfalls eine „Akquise-Herausforderung“ hat. Sie sitzt in Süddeutschland und wir telefonieren ca. zweimal die Woche zusammen. Wie verabreden uns für eine bestimmte Zeit, in der der jede von uns ihre Telefonate macht. Vorher sprechen wir drei Minuten über unsere Ziele und hinterher über die Ergebnisse. Es ist extrem motivierend, wenn ich weiß, Tanja sitzt im Süden und hat die gleiche Sache vor sich. Ich nenne diese Zeiten immer „SEK-Telefon“ (Sondereinsatzkommando Telefon). Das gibt dem Vorhaben Bedeutung und ich habe mir für jeden Tag an dem wir das gemacht haben vorher einen Zettel geschrieben, auf dem die Eckdaten stehen. Jetzt hängen da schon 6 Zettel, das ist ein guter Anfang.

 

4. Erfolge – Meine große Freude gilt dem letzten Abschnitt, denn da stehen die Dinge, die ich (zum Thema Akquise) jetzt in meinem Projekt schon erreicht habe. Eine wichtige Dokumentation, wenn es sich mal schwer anfühlt.
Insgesamt kann ich sagen, dass eine präsente Visualisierung mir sehr hilft, motiviert, fokussiert und am Ball zu bleiben. Am Ende des Projektes sollen meine beiden Schranktüren mit den (selbst gestellten) Herausforderungen und den Erfolgen möglichst voll sein! (Ist das jetzt ein neues Ziel für die OKRs?)

 

 

 

 

 

 

 

Vorgehensweise – Die Entscheidung für die Methode mit den OKRs, ergänzt durch die Aufgabenübersichten und die anderen Visualisierungen ist für mich eine sehr gute Wahl. Gerade weil ich allein und nicht in einem größeren Team arbeite, führt es dazu, dass ich leichter am Ball bleibe und die Struktur im Auge behalte. Durch die Ankündigung im Blog, dass ich die Artikelserie schreibe, zwinge ich mich selbst, regelmäßig einen Status zu erstellen. Es ist so, dass ich innerlich die Augen verdrehe ob des Aufwandes, andererseits empfinde ich jedes Mal die geordnete Sicherheit einer Reflektion noch auf dem richtigen Weg zu sein. Eine Sache, die ich meinen Kunden immer wieder empfehle und jetzt mit allen Vor- und Nachteilen selbst erlebe. Ich bleibe bei der Empfehlung! 😉

Intervention – Ein Status gibt auch immer die Gelegenheit für den kommenden Zeitraum zu planen und wichtige Interventionen, ggf. auch Abweichungen vom Plan zu initiieren. In meinem Fall:
1. Die erste Oktoberwoche ruht mein Projekt. Ich nutze sie, um die im September liegen gebliebenen „anderen Aufgaben“ zu erledigen (Der Entschluss war eine Erleichterung, nachdem ich ihn erstmal gefasst hatte).
2. In den anderen drei Oktoberwochen nehme ich mir vor, jeweils zehn neue Unternehmen vorzubereiten und zu kontaktieren nach den strengeren qualitativen Zielen.
3. Objective 1 und 3 sollen zum Ende des Monats konzeptionell vorbereitet sein. Bei dem einen geht es um eine Umfrage, bei dem anderen um Interviews.

So geht`s weiter … nächstes Review am 2.11.2018 und in der Woche darauf der nächste Artikel.

Danke – All meinen Unterstützern und allen, die Anteil nehmen, einen herzlichen Dank für Eure operative und mentale Unterstützung.
So, es gäbe noch so viel mehr Details zu erzählen, aber das würde diesen Rahmen sprengen. Wer Details möchte, ruft mich an: 0178 – 6 91 13 08